Snooker – Die Königin des Billards in der Übersicht

Als besonders populäre wie zugleich aufwendige, von Kuriositäten und Rekorden gekennzeichnete Variante des Billards gehört Snooker heute unzweifelhaft zu den weltweit verbreiteten Sportarten. Gespielt wird hier mit den üblichen Queues auf dem Tisch, das ist auch für klassisches Billard nicht anders, doch beim Snooker sind die Farben noch entscheidender: Zum einen finden sich 15 rote Bälle und zum anderen 6 Stück mit anderen Farben und der Snookerspieler muss der Spielstruktur folgend der in weiß gehaltenen Spielball in die Ecken versenken. Der wichtigste Unterschied ist sicher die Größe des Tisches, der beim Snooker immer noch ein Stückweit breiter ausfällt als bei den anderen Varianten des Billards.

Der Name des Spiels und die Frage nach der Strategie

Als ein Sport für Gentlemen, so jedenfalls die Eigenbeschreibung des Snooker, wird die Bezeichnung oft mit Sperrung, Behinderung übersetzt und das zeigt recht plastisch – nomen est omen – auf, worum es bei dem Spiel geht. Normalerweise finden sich im Game viele Situationen, bei denen die Snookerplayer einen Ball nicht erreicht und hier muss improvisiert beziehungsweise verändert agiert werden. Da gibt es Bogenbälle und das Spiel über die Bande, aber wir werden dazu noch weiter ins Detail gehen. Faktisch jedenfalls bedeutet Snooker in der Summe also das geschickte Umgehen von Behinderungen, von Sperren und das wird als Eigenwort mittlerweile sogar im Alltag für entsprechend vergleichbare Tätigkeiten genutzt.

Der besondere Reiz liegt in der technischen Herausforderung, das Spiel ist taktischer, aufwendiger, ja schwieriger als normales Billard. Gerade der größere Spieltisch eröffnet unzählige neue Möglichkeiten, die Bälle zu versenken, die übrigens auch kleiner gefertigt sind als normalerweise. Die Ecken und Taschen für den Ball sind enger geknüpft und sogar abgerundet, was kluge Spieler geschickt nutzen, um eine Tasche zu umspielen oder ähnliches. Zudem müssen farbige und rote Bälle abwechselnd sowie der schwarze Ball möglichst häufig gespielt werden, was Taktik, Strategie und Disziplin im Aufbau erfordert.

Wo spielt Snooker eine große Rolle und wie sieht es in Deutschland aus?

Traditionell sind die britischen Inseln die Heimat und das Zentrum des Snookers, wobei auch andere englischsprachigen Länder wie Kanada oder Australien einige durchaus bekannte Spieler hervorgebracht haben. Einige davon werden gerade in England verehrt und geschätzt wie ein Stürmer von einem Fußballverein, wobei in Irland und beispielsweise auch in Thailand die Snooker Künstler sogar den Status echter Superstars erreichen. Bei den Turnieren liegen die Prämien und Preisgelder in sechsstelliger Höhe und einige namhafte TV Stationen berichten live.

Demgegenüber ist der Sport in Deutschland ein Randphänomen, hat aber auch eine stetig wachsende und vor allem sehr treue Anhängerschaft. Hierzulande sind einige tausende Spieler aktiv und im Verein gebunden, während im Vereinigten Königreich gleich mal mehrere Millionen Leute sich dem Snooker widmen! Eine interessante Entwicklung ist hier China, wo offenbar die strengen Sittengesetze des Konfuzius offenbar optimal zum Snooker passen, schließlich werden im Reich der Mitte mittlerweile Turniere mit internationaler Strahlkraft veranstaltet, die dann schon mal hundert Millionen Chinesen im TV verfolgen.