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World Snooker begrenzt die Anzahl der Toilettenpausen pro Spieler

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World Snooker begrenzt die Anzahl der Toilettenpausen pro Spieler
Snooker ist ein Spiel, das unter anderem auf hoher Konzentration, Präzision und Disziplin basiert. Geringste Ungenauigkeiten im Spiel der Akteure können über Sieg oder Niederlage entscheiden. Entsprechend hohe Spannung bieten daher die professionell ausgetragenen und weltweit vermarkteten Snooker Turniere.

Das internationale Interesse am Snookersport ist bereits groß und wächst weiter. Einer der Hauptakteure hinter den Kulissen, die möchten, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird, ist Barry Hearn.

Einer der Hauptfaktoren, damit das Spiel für die Zuschauer interessant bleibt, ist für Barry Hearn die Spielgeschwindigkeit. Gemeint ist damit zum Beispiel die Zeit, die zwischen zwei gespielten Bällen verstreicht. Diese darf nicht zu lang sein, damit bei den Zuschauern der Spannungsbogen gehalten werden kann.

Tatsächlich legte Hearn kürzlich offen, dass die Welt Snooker Organisation die Spielweise und Geschwindigkeit, mit der die unterschiedlichen Spieler agieren, untersucht werden. Diese Maßnahme erfolgte, nachdem internationale Organisatoren auf die Steigerung der Spielgeschwindigkeit gedrängt hatten. Laut Hearn hat sich die Geschwindigkeit innerhalb der Partien tatsächlich erhöht. Nur die wenigsten Spieler professioneller Turniere benötigen regelю mäßig mehr als dreißig Sekunden zwischen den gespielten Bällen. Auch die Schiedsrichter sind dazu angehalten darauf zu achten, dass keine zu großen Zeitverzögerungen zwischen einzelnen Spielzügen entstehen. Ein reales Problem besteht hier also nicht. Dennoch besteht Handlungsbedarf an anderer Stelle, sodass Hearn sich zu einer Anpassung der bisherigen Regeln veranlasst sieht. Diese betrifft die Spielunterbrechungen, die von einigen Spielern aufgrund von Toilettengängen, sogenannten comfort breaks, provoziert werden.

Bisher gab es keine konkrete Regelung, die den Spielern das Verhalten in diesen Situationen vorschreibt. Allerdings gibt es bei einigen Beteiligten den Eindruck, dass die Spielunterbrechungen vermehrt aus taktischen Gründen stattfinden, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Natürlich kann sich ein Snookerspiel über einen längeren Zeitraum erstrecken und die Spieler konsumieren zum Teil erhebliche Mengen Wasser. Allerdings ist es fraglich, ob ein Spieler den Snookertisch nach jedem gespielten Frame für eine Unterbrechung verlassen können sollte, wie es beispielsweise John Higgins in einem Finale gegen Judd Trump tat. Für den Erhalt des Spannungsbogens ist dies nicht gerade förderlich. Dies sehen auch viele der Spieler so und beklagen einen Verlust der Kontrolle über den Spielverlauf, wenn die Unterbrechung als taktisches Mittel eingesetzt wird. Einige konkrete Beschwerden sind diesbezüglich bereits bei der Welt Snooker Organisation eingegangen. Auch Hearn ist der Auffassung, dass es hier eine Änderung des Regelwerks geben muss.

Sollten keine medizinischen Gründe vorliegen, die eine erhöhte Zahl von Unterbrechungen nötig machen, ist die Limitierung auf eine maximale Anzahl von erlaubten breaks denkbar, so Hearn. Als Vorbild könnte hier der Tennissport dienen, wo die einzelnen Spieler ebenfalls nur eine begrenzte Anzahl von Spielunterbrechungen einfordern können. Dem Spielfluss sowie der Spannung für die Zuschauer kommt dies sicherlich zu Gute, so die Hoffnung der Veranstalter.

Bildquelle: pixabei . com