Bester Snookerspieler in 2025: Zhao Xintong, Mark Selby und die große Jahresanalyse

Wer war der beste Snookerspieler 2025?

Die Frage nach dem besten Snookerspieler des Jahres 2025 ist alles andere als trivial. Zu unterschiedlich waren die Geschichten, Leistungen und Wendepunkte, die dieses Jahr geprägt haben. Genau darüber wurde in der neuesten Folge des Snooker-Club-Podcasts intensiv diskutiert – mit zwei Stimmen, die Gewicht haben: Stephen Hendry und Steven Hallworth.

Stephen Hendry setzt auf Zhao Xintong

Für Hendry ist die Sache klar. Sein Spieler des Jahres ist Zhao Xintong – und zwar ohne jede Einschränkung. Entscheidend ist für ihn nicht nur der Titel, sondern der Weg dorthin. Zhao gewann die Weltmeisterschaft als erster asiatischer Spieler überhaupt und musste sich zuvor durch die Qualifikation kämpfen. Das allein macht die Leistung außergewöhnlich.

Ein WM-Triumph mit Signalwirkung

Doch noch beeindruckender war für Hendry die Art, wie Zhao anschließend durch das Turnier marschierte: souverän, kontrolliert, nahezu unaufhaltsam. Einen Weltmeistertitel aus der Qualifikation heraus zu gewinnen, verlangt nicht nur spielerische Klasse, sondern auch enorme mentale Stärke. Für Hendry ist das Bild von Zhao mit der chinesischen Flagge nach dem Finale das Symbol des gesamten Snookerjahres 2025.

Warum Hendry kaum Gegenargumente sieht

Hendry betont, dass es kaum Gegenargumente gebe. Für ihn war das nicht einfach nur ein Turniersieg, sondern ein Moment, der Snooker weltweit sichtbar verändert: ein historischer Erfolg und gleichzeitig ein Zeichen dafür, wie stark Asien den Sport inzwischen prägt.

Steven Hallworth wählt Mark Selby

Steven Hallworth wählt einen anderen Ansatz. Für ihn war 2025 kein Jahr einer einzelnen dominierenden Figur, sondern eines der Konstanz und Comebacks. Seine Wahl fiel am Ende auf Mark Selby, auch wenn er lange zwischen Selby und Shaun Murphy schwankte.

Starker Start, kurzes Tief, dann die Rückkehr

Ausschlaggebend war für Hallworth Selbys Fähigkeit, nach einem Formtief zurückzukommen. Mark Selby startete stark ins Jahr mit dem Sieg bei den Welsh Open, verlor danach aber zeitweise an Schärfe. Doch er fand zurück zu seinem Spiel, gewann den Champion of Champions und krönte seine Saison mit dem Triumph bei der UK Championship.

Was Selbys Comeback über Champion-Mentalität sagt

Für Hallworth ist das ein Musterbeispiel für Champion-Mentalität: nicht nur gewinnen, wenn alles läuft, sondern zurückkommen, wenn Zweifel entstehen. Genau diese Fähigkeit hebt Selby für ihn von vielen anderen ab.

Blick nach vorn: Wer glänzt 2026?

Neben dem Rückblick wagten beide auch Prognosen für 2026. Hendry sieht großes Potenzial bei Chang Bingyu und traut ihm zu, im kommenden Jahr einen deutlichen Schritt nach vorne zu machen. Zudem äußerte Hendry eine klare Erwartung: Mark Selby könnte 2026 wieder die Nummer eins der Weltrangliste werden.

Hendrys Tipp: Chang Bingyu und Selbys Angriff auf Platz eins

Hendry glaubt, Chang habe das Spiel und die Reife, um häufiger tief in Turniere zu kommen. Gleichzeitig sieht er Selby wieder in einer Phase, in der er sich an die Spitze arbeiten könnte, wenn die Form stabil bleibt.

Hallworth erwartet mehr Überraschungssieger

Hallworth blickt noch etwas breiter auf die Tour. Seiner Einschätzung nach verändert sich die Struktur des Profifeldes spürbar. Er erwartet, dass künftig mehr Turniere von Spielern aus dem Mittelfeld gewonnen werden, insbesondere von Profis aus dem Bereich der Weltranglistenplätze 40 bis 64.

Warum die „zweite Reihe“ mutiger geworden ist

Diese Spieler seien weniger eingeschüchtert von großen Namen, spielten freier und gingen mutiger in entscheidende Situationen. Der Respekt vor der Elite sei nicht verschwunden – aber die Angst davor. Und genau das könnte die Turniere 2026 noch unberechenbarer machen.

Rückblick im Podcast: Shoot Out, Scottish Open und ein Quiz

Abgerundet wurde die Podcast-Folge durch einen Rückblick auf das 9Club Shoot Out und die BetVictor Scottish Open. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte Gast Oliver Lines, der sich im Quiz beweisen musste und für einige lockere Momente sorgte.

Fazit: 2025 hatte mehrere Gesichter

Die Diskussion zeigt, wie facettenreich das Snookerjahr 2025 war. Ob historischer WM-Triumph, beeindruckendes Comeback oder der spürbare Wandel innerhalb der Tour – es gibt nicht nur eine Perspektive. Sicher ist nur: Snooker ist in Bewegung, und 2026 verspricht noch mehr Spannung.

FAQ – Häufige Fragen zum Snookerjahr 2025

Warum gilt Zhao Xintong für viele als Spieler des Jahres 2025?

Zhao Xintong schrieb Snookergeschichte, indem er als erster asiatischer Spieler die Weltmeisterschaft gewann. Besonders bemerkenswert war sein Weg über die Qualifikation bis zum Titel, kombiniert mit einer außergewöhnlich souveränen Turnierleistung.

Was spricht aus Sicht von Stephen Hendry eindeutig für Zhao Xintong?

Für Stephen Hendry ist nicht nur der WM-Titel entscheidend, sondern dessen Symbolkraft. Der Triumph steht für einen Wendepunkt im Weltsnooker und unterstreicht den wachsenden Einfluss asiatischer Spieler auf höchstem Niveau.

Warum entschied sich Steven Hallworth für Mark Selby?

Hallworth bewertet das gesamte Jahr und legt besonderen Wert auf Konstanz und mentale Stärke. Mark Selbys Fähigkeit, nach einem Formtief zurückzukommen und mehrere große Titel zu gewinnen, war für ihn ausschlaggebend.

Welche Rolle spielte Selbys Comeback für seine Bewertung?

Das Comeback nach einer schwächeren Phase zeigt Selbys Champion-Mentalität. Für viele Experten ist genau diese Fähigkeit – zurückzukommen, wenn es schwierig wird – ein zentrales Merkmal großer Spieler.

Welche Spieler könnten 2026 besonders überraschen?

Stephen Hendry nennt Chang Bingyu als möglichen Durchstarter. Zudem rechnen Experten damit, dass Spieler aus dem Mittelfeld der Weltrangliste häufiger Turniere gewinnen und das Kräfteverhältnis weiter aufbrechen.

Warum wird das Profifeld im Snooker immer ausgeglichener?

Viele jüngere und weniger etablierte Spieler treten heute mutiger auf und lassen sich weniger von großen Namen beeindrucken. Das führt zu mehr Überraschungen und macht Turniere insgesamt unberechenbarer.

Was macht das Snookerjahr 2025 rückblickend so besonders?

2025 vereinte historische Erfolge, starke Comebacks und einen spürbaren Strukturwandel auf der Tour. Statt einer einzigen dominierenden Figur prägten mehrere unterschiedliche Geschichten das Jahr.

Informationsquelle: wst . tv

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