Snooker als Anker im neuen Leben: Wie ein ukrainischer Junge in Glasgow Halt findet

Ein neues Leben in Schottland und ein unerwarteter Sport

Als ein 14-jähriger Junge aus der Ukraine seine Heimat verlassen musste, dachte er an vieles – an Sicherheit, an ein neues Zuhause, an ein fremdes Land. Snooker gehörte ganz sicher nicht dazu. Als Flüchtling kam er schließlich in Kilmarnock in Schottland an, weit weg von allem, was ihm vertraut gewesen war. Er sprach kaum Englisch, kannte niemanden und suchte vor allem eines: etwas, das seinem Alltag Struktur geben konnte.

Die Suche nach einem Hobby wird zum Wendepunkt

Wie so oft begann alles mit einer einfachen Suche nach einem Hobby. Irgendetwas, das Ablenkung bot und half, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. So führte ihn der Zufall in den Minnesota Fats Snooker Club in Glasgow – und in die Junior Academy von Trainer David Johnston. Bis zu diesem Moment hatte der Junge nie einen Queue in der Hand gehalten. Snooker war ihm vollkommen fremd. Doch schon nach kurzer Zeit wurde aus Neugier Begeisterung.

Vom Anfänger zum festen Teil der Academy

Heute fährt er mit dem Bus zu jeder Trainingseinheit, egal bei welchem Wetter. Er arbeitet sich Schritt für Schritt durch das WPBSA-White-to-Black-Programm und entwickelt sich stetig weiter. Für ihn ist Snooker längst mehr als nur ein Spiel geworden. Es ist ein Ort der Verlässlichkeit, ein Raum, in dem Herkunft keine Rolle spielt und Leistung nicht an Worte, sondern an Engagement gemessen wird.

David Johnston und die Idee, Snooker für alle zu öffnen

Für David Johnston ist diese Geschichte ein Sinnbild dessen, warum er sich seit Jahren mit so viel Hingabe dem Nachwuchs widmet. Snooker ist für ihn nicht nur Technik, Wettkampf oder Punkte. Es ist ein Werkzeug, um jungen Menschen Selbstvertrauen zu geben – besonders jenen, die aus schwierigen Verhältnissen kommen oder in ihrem Leben bereits Brüche erlebt haben.

Ein Familienclub mit langer Geschichte

Diese Haltung ist tief in seiner Familie verankert. Schon 1981 übernahm sein Vater den Snookerclub im Süden Glasgows, nur wenige Gehminuten vom Hampden Park entfernt. Seitdem wird der Club von der Familie geführt – nicht als reines Geschäft, sondern als Treffpunkt, als Gemeinschaft. Vor rund zehn Jahren begann Johnston gemeinsam mit dem zweifachen Ranglistensieger Anthony McGill darüber nachzudenken, wie man jungen Spielern aus der Region bessere Entwicklungsmöglichkeiten bieten könnte.

Der Start der Jugendgruppe und der überraschende Zuspruch

Nach dem Abschluss des WPBSACoaching-Level-One-Kurses gründeten sie 2016 ihre erste Jugendgruppe. Johnston erinnert sich noch genau an die Unsicherheit vor dem ersten Training. Er hatte die Einheit in den sozialen Medien angekündigt, rechnete aber mit kaum Resonanz. Um sicherzugehen, brachte er sogar seine beiden Töchter mit – damit wenigstens zwei Kinder anwesend wären. Am Ende erschienen 14 Jugendliche. Ein Moment, der ihm zeigte, wie groß das Bedürfnis nach einem solchen Angebot war.

Profis, Vorbilder und kleine Gesten mit großer Wirkung

Seitdem ist die Academy ein fester Bestandteil des Clubs. In den ersten fünf Jahren war Anthony McGill aktiv beteiligt, später blieb der Kontakt zur Profiwelt dennoch eng. Immer wieder schauen Topspieler vorbei, um die Jugendlichen zu unterstützen. Besonders eindrucksvoll sind die Besuche von John Higgins, der regelmäßig bei Trainingseinheiten auftaucht, mit den Kindern spielt oder kleine Challenges veranstaltet. Für die jungen Spieler sind diese Momente unvergesslich.

Mehr als Training: Werte, Etikette und Entwicklung

Doch es sind nicht nur die großen Namen, die die Academy prägen. Leo Scullion ist seit Beginn dabei und vermittelt mit seinen „Leo’s Lessons“ grundlegende Werte wie Fairness, Respekt und Etikette. Diese Mischung aus sportlicher Förderung und menschlicher Bildung macht die Academy besonders. Zahlreiche Talente wie Jack Borwick, Steven Wardropper oder die Iqbal-Brüder haben hier ihre Grundlagen gelegt und träumen nun von einer Profikarriere.

Snooker als Herausforderung in einer Welt voller Ablenkung

Johnston weiß, dass es heute schwieriger denn je ist, junge Menschen langfristig für Snooker zu begeistern. Digitale Ablenkungen sind allgegenwärtig. Doch er sieht auch: Diejenigen, die regelmäßig trainieren, Geduld zeigen und Verantwortung übernehmen, entwickeln sich – nicht nur als Spieler, sondern auch als Persönlichkeiten.

Ein inklusives Angebot für Menschen mit Behinderung

Um noch mehr Menschen einzubeziehen, gründeten Johnston und McGill 2017 zusätzlich eine Trainingsgruppe für Menschen mit Behinderungen. Dort steht nicht Leistung im Vordergrund, sondern Freude, Bewegung und Gemeinschaft. Gespielt wird mit einfachen Übungen, die Erfolgserlebnisse schaffen und Hemmschwellen abbauen.

Warum das Engagement weit über den Sport hinausgeht

All das wird von der Familie Johnston selbst finanziert. Nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung. Snooker hat ihnen viel gegeben – nun geben sie etwas zurück. Für Johnston ist klar: Die Kinder und Jugendlichen, die heute mit leuchtenden Augen am Tisch stehen, sind nicht nur Schüler einer Academy. Sie sind die Zukunft des Spiels – und der Beweis dafür, dass Snooker weit mehr sein kann als ein Sport.

Ein neues Leben in Schottland

Als ein 14-jähriger Junge aus der Ukraine seine Heimat verlassen musste, dachte er an vieles – an Sicherheit, an ein neues Zuhause, an ein fremdes Land. Snooker gehörte ganz sicher nicht dazu. Als Flüchtling kam er schließlich in Kilmarnock in Schottland an, weit weg von allem, was ihm vertraut gewesen war. Er sprach kaum Englisch, kannte niemanden und suchte vor allem eines: etwas, das seinem Alltag Struktur geben konnte.

Die Suche nach Halt in einer neuen Umgebung

Wie so oft begann alles mit einer einfachen Suche nach einem Hobby. Irgendetwas, das Ablenkung bot und half, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. So führte ihn der Zufall in den Minnesota Fats Snooker Club in Glasgow – und in die Junior Academy von Trainer David Johnston.

Der erste Kontakt mit Snooker

Bis zu diesem Moment hatte der Junge nie einen Queue in der Hand gehalten. Snooker war ihm vollkommen fremd. Doch schon nach kurzer Zeit wurde aus Neugier Begeisterung. Das Spiel gab ihm Struktur, klare Regeln und ein Gefühl von Zugehörigkeit.

Vom Anfänger zum festen Teil der Academy

Heute fährt er mit dem Bus zu jeder Trainingseinheit, egal bei welchem Wetter. Er arbeitet sich Schritt für Schritt durch das WPBSA-White-to-Black-Programm und entwickelt sich stetig weiter. Snooker ist für ihn längst mehr als nur ein Zeitvertreib geworden.

David Johnston und seine Motivation

Für Trainer David Johnston ist diese Geschichte ein Sinnbild dessen, warum er sich seit Jahren mit so viel Hingabe dem Nachwuchs widmet. Snooker ist für ihn nicht nur Technik oder Wettkampf, sondern ein Mittel, um jungen Menschen Selbstvertrauen und Orientierung zu geben.

Ein Familienclub mit langer Tradition

Diese Haltung ist tief in seiner Familie verwurzelt. Schon 1981 übernahm sein Vater den Snookerclub im Süden Glasgows, nur wenige hundert Meter vom Hampden Park entfernt. Seitdem wird der Club von der Familie geführt – als Treffpunkt und Gemeinschaftsort.

Die Entstehung der Junior Academy

Vor rund zehn Jahren begannen Johnston und Anthony McGill darüber nachzudenken, wie sie junge Spieler gezielt fördern könnten. Nach dem Abschluss des WPBSA-Coaching-Level-One-Kurses gründeten sie 2016 ihre erste Jugendgruppe.

Ein unerwartet großer Zuspruch

Johnston rechnete zunächst mit nur wenigen Teilnehmern. Doch statt vier oder fünf erschienen gleich 14 Jugendliche. Dieser Moment zeigte ihm, wie groß das Bedürfnis nach einem solchen Angebot war.

Unterstützung durch Profis und Vorbilder

In den ersten Jahren war Anthony McGill aktiv beteiligt, später blieb der Kontakt zur Profiwelt eng. Immer wieder schauen bekannte Spieler vorbei, um die Jugendlichen zu motivieren und ihnen besondere Momente zu schenken.

Mehr als Technik: Werte und Respekt

Neben dem sportlichen Training legt die Academy großen Wert auf Etikette, Fairness und gegenseitigen Respekt. Diese Werte werden ebenso vermittelt wie Stoßtechnik und Spielverständnis.

Snooker in einer Welt voller Ablenkungen

Johnston weiß, dass es heute schwieriger denn je ist, junge Menschen langfristig für Snooker zu begeistern. Doch er sieht auch: Wer Geduld zeigt und regelmäßig trainiert, entwickelt sich – sportlich wie menschlich.

Ein inklusives Angebot für alle

Um noch mehr Menschen einzubeziehen, gründeten Johnston und McGill 2017 eine Trainingsgruppe für Menschen mit Behinderungen. Dort stehen Spaß, Gemeinschaft und Erfolgserlebnisse im Vordergrund.

Warum dieses Engagement so wichtig ist

Das gesamte Projekt wird von der Familie Johnston selbst finanziert. Snooker hat ihnen viel gegeben – nun geben sie etwas zurück. Für Johnston sind die Kinder und Jugendlichen nicht nur Schüler, sondern die Zukunft des Spiels.

Informationsquelle: wst . tv

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