Liam Highfield feiert sein erstes offizielles 147er-Break
Liam Highfield hat bei der Qualifikation für die Unibet British Open einen besonderen Meilenstein seiner Karriere erreicht. Der Engländer spielte beim 4:1-Erfolg gegen Stephen Maguire das erste offizielle Maximum Break seiner Laufbahn und sicherte sich gleichzeitig seinen Platz in der Endrunde von Cheltenham.
Highfield erwischte einen perfekten Start in die Begegnung. Gleich im ersten Frame räumte der Spieler aus Stoke-on-Trent den Tisch vollständig ab und erzielte die maximal möglichen 147 Punkte. Für jeden Snooker-Profi gehört ein solches Break zu den größten persönlichen Erfolgen, denn bereits ein kleiner Stellungsfehler kann den Traum vom Maximum beenden.
Der frühe Höhepunkt brachte Highfield offenbar zusätzliche Sicherheit. Gegen den erfahrenen Schotten Stephen Maguire ließ er anschließend wenig anbrennen und entschied das Match mit 4:1 für sich.
Bereits das vierte Maximum der neuen Snooker-Saison
Highfields 147er-Break war bereits das vierte Maximum der laufenden Saison. Zuvor hatten Michael Holt, Si Jiahui und Chang Bingyu ebenfalls eine perfekte Aufnahme gespielt.
Die frühe Häufung zeigt, wie hoch das Niveau auf der World Snooker Tour aktuell ist. Selbst in Qualifikationsturnieren stehen regelmäßig Spieler am Tisch, die jede noch so kleine Chance in ein sehr hohes Break verwandeln können.
Für Highfield besitzt das Maximum dennoch eine ganz persönliche Bedeutung. Viele Profis erzielen im Training zahlreiche 147er-Breaks, warten jedoch jahrelang auf den perfekten Lauf unter offiziellen Wettkampfbedingungen. Nun gehört auch der Engländer zum Kreis jener Spieler, denen dieses Kunststück in einem professionellen Match gelungen ist.
Bai Yulu feiert ihren ersten Saisonsieg
Auch Bai Yulu durfte sich in Leicester über einen wichtigen Erfolg freuen. Die zweimalige Frauen-Weltmeisterin setzte sich mit 4:1 gegen den Kanadier Sahil Nayyar durch und gewann damit erstmals in der neuen Saison ein Match.
Nach zwei ausgeglichenen Anfangsframes erhöhte Bai deutlich das Tempo. Sie gewann die nächsten drei Frames in Folge und machte damit den Einzug in die Endrunde der British Open perfekt.
Der Erfolg dürfte ihr besonders guttun, nachdem sie zuvor in der Qualifikation für die Shenzhen Open eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen musste. Gegen Dylan Emery hatte sie bereits mit 4:2 geführt, verlor das Match am Ende jedoch noch mit 4:5.
Dieses Mal blieb Bai in der entscheidenden Phase konzentriert und ließ ihrem Gegner keine Gelegenheit zu einem Comeback.
Liam Davies überzeugt mit konstantem Breakbuilding
Eine starke Leistung zeigte auch der junge Waliser Liam Davies. Er besiegte Craig Steadman mit 4:2 und überzeugte dabei vor allem durch seine Konstanz im Breakbuilding.
Davies erzielte während der Begegnung Serien von 58, 68, 83 und 82 Punkten. Mit diesen vier hohen Aufnahmen kontrollierte er weite Teile des Matches und bewies, weshalb er als eines der interessantesten Nachwuchstalente im britischen Snooker gilt.
Der Waliser hatte Anfang des Jahres seinen Platz auf der Profitour verloren, schaffte jedoch über die Q School die direkte Rückkehr. Sein Auftritt gegen Steadman deutet darauf hin, dass er die Enttäuschung über den zwischenzeitlichen Abstieg gut verarbeitet hat.
Mit seinem Sieg qualifizierte sich auch Davies für die Endrunde in Cheltenham.
Sean O’Sullivan schlägt Jimmy White
Sean O’Sullivan setzte sich unterdessen mit 4:2 gegen die Snooker-Legende Jimmy White durch.
White genießt auch Jahrzehnte nach seinen größten Erfolgen weiterhin enorme Popularität bei den Fans. Doch gegen O’Sullivan reichte es diesmal nicht für den Einzug in die nächste Runde.
Für O’Sullivan ist der Sieg ein weiterer positiver Schritt nach seiner erfolgreichen Rückkehr auf die World Snooker Tour. Der Engländer hatte sich über die Q School erneut eine Tourkarte gesichert und arbeitet derzeit intensiv daran, sich wieder dauerhaft unter den Profis zu etablieren.
Ali Carter gewinnt ohne Frameverlust
Besonders deutlich fiel der Erfolg von Ali Carter aus. Der zweimalige WM-Finalist ließ Stuart Carrington keine Chance und gewann die Begegnung mit 4:0.
Ein Whitewash in einem kurzen Best-of-Seven-Match ist stets ein klares Statement. Carter zeigte sich von Beginn an konzentriert und verhinderte, dass sein Gegner überhaupt richtig in die Partie fand.
Mit seiner Erfahrung und seinem taktisch disziplinierten Spiel gehört Carter auch in der Endrunde der British Open zu den Spielern, die für jeden Gegner gefährlich werden können.
British Open versprechen erneut hochklassiges Snooker
Die qualifizierten Spieler treffen in Cheltenham auf ein hochkarätiges Hauptfeld. Die British Open gehören zu den traditionsreichsten Ranglistenturnieren der World Snooker Tour und sind besonders für ihre offene Auslosung bekannt.
Vor jeder Runde werden die Begegnungen neu gezogen. Dadurch können bereits früh im Turnier bekannte Namen aufeinandertreffen. Favoriten besitzen somit keinen klassischen Setzweg und müssen sich von der ersten Runde an auf schwierige Aufgaben einstellen.
Highfield, Bai, Davies, O’Sullivan und Carter haben sich durch ihre Qualifikation nun die Gelegenheit verdient, sich auf einer der großen Bühnen der neuen Saison zu präsentieren.
Die Qualifikationswoche in Leicester geht derweil ohne längere Pause weiter. Als Nächstes beginnen die Ausscheidungsspiele für die BetVictor English Open.
FAQ
Wer spielte ein Maximum Break?
Liam Highfield erzielte beim 4:1-Sieg gegen Stephen Maguire das erste offizielle 147er-Break seiner Profikarriere.
Wie viele Maximum Breaks gab es in dieser Saison bereits?
Highfields Maximum war das vierte der Saison. Zuvor hatten Michael Holt, Si Jiahui und Chang Bingyu jeweils 147 Punkte in einer Aufnahme erzielt.
Wie spielte Bai Yulu?
Die zweimalige Frauen-Weltmeisterin gewann mit 4:1 gegen Sahil Nayyar und feierte damit ihren ersten Saisonsieg.
Welche Breaks erzielte Liam Davies?
Davies spielte beim 4:2-Erfolg gegen Craig Steadman Serien von 58, 68, 83 und 82 Punkten.
Wie endete das Match zwischen Sean O’Sullivan und Jimmy White?
Sean O’Sullivan setzte sich mit 4:2 gegen den sechsmaligen WM-Finalisten durch.
Wer gewann mit 4:0?
Ali Carter besiegte Stuart Carrington ohne Frameverlust.
Wo findet die Endrunde der British Open statt?
Die qualifizierten Spieler treten bei der Endrunde in Cheltenham an.
Informationsquelle: wst . tv
