Mark Selby mit meisterlicher Dominanz in Richtung China
Mark Selby hat mal wieder ein Statement gesetzt. Der vierfache Weltmeister ließ in der Qualifikationsrunde des prestigeträchtigen Xi’an Grand Prix seinem Gegner Gong Chenzhi nicht den Hauch einer Chance. Mit einem überlegenen 5:0 und Breaks von 103, 63, 111 und 52 zeigte Selby seine gewohnte Präzision und mentale Stärke – als würde er schon im Crucible spielen. Der Xi’an Grand Prix, dotiert mit stolzen 1.000.000 € Preisgeld, läuft derzeit in Leicester. Wer sich durchsetzt, darf im nächsten Monat vor chinesischem Publikum auf der großen TV-Bühne antreten.
Szubarczyk – der 14-jährige Shootingstar aus Polen
Es ist selten, dass ein 14-Jähriger auf der Snooker-Tour für Furore sorgt – doch Michal Szubarczyk tut genau das. Nach seinem Überraschungssieg in der Vorrunde legte er nun gegen den etablierten Martin O’Donnell nach. Mit einem mutigen, offensiven Spielstil und Breaks von 95 und 84 erspielte sich der Youngster eine 4:1-Führung. Zwar kämpfte sich Martin O’Donnell noch auf 4:4 heran, doch Szubarczyk behielt im entscheidenden Frame die Nerven. Ein Sieg, der nicht nur statistisch bemerkenswert ist, sondern auch emotional Eindruck hinterlässt.
Dramatik pur: Grace und Allen gewinnen mit letzter Kraft
Manchmal ist Snooker ein Spiel der Psychologie – David Grace weiß das nun besser denn je. Mit einem scheinbar sicheren 4:0-Vorsprung gegen Anthony McGill schien das Match gelaufen. Doch McGill gab nicht auf, holte auf, Frame um Frame – bis alles an einem einzigen, fast 50 Minuten dauernden Entscheidungsframe hing. Grace rettete sich mit letzter Kraft über die Ziellinie. Auch Mark Allen musste alles geben, um gegen Mitchell Mann mit einem entscheidenden 73er-Break die Partie mit 5:4 für sich zu entscheiden.
Ali Carter überzeugt souverän – klare Ansagen in Runde eins
Im Gegensatz dazu verlief das Match von Ali Carter deutlich entspannter. Der „Captain“ ließ seinem Gegner Allan Taylor beim 5:1 keine Luft zum Atmen. Zwar blieb das höchste Break mit 76 Punkten unter der magischen 100er-Marke, doch Ali Carter spielte durchweg solide und ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen.
High Breaks und Durchbrüche: Heathcote, Wu und Yao glänzen
Louis Heathcote hatte mit Lei Peifan, dem aktuellen Scottish-Open-Champion, eine harte Nuss zu knacken. Doch er bewies Coolness und Qualität – besonders im letzten Frame, den er mit einem sensationellen Break von 135 für sich entschied. Auch Wu Yize brillierte mit einem 135er, musste gegen Florian Nuessle jedoch bis zum letzten Frame zittern, bevor sein 5:4-Sieg feststand.
Yao Pengcheng, ein neuer Name auf der Tour, zeigte mit einem kraftvollen 137er-Break gegen Zak Surety, dass er gekommen ist, um zu bleiben. Sein 5:1-Erfolg war ebenso dominant wie überzeugend.
Perfekter Auftritt von Jak Jones
Einer der beeindruckendsten Auftritte des Tages gelang Jak Jones. Mit einem makellosen 5:0 gegen Haydon Pinhey und fünf Breaks über 50 (91, 74, 98, 68, 53) zeigte er Snooker vom Feinsten. Eine Leistung, die ihn mit viel Rückenwind in die Hauptrunde in China katapultiert.
Informationsquelle: wst . tv
