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Stephen Hendry – nach Meinung des siebenfachen Weltmeisters wäre die Rückkehr ins Crucible unglaublich

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Stephen Hendry – nach Meinung des siebenfachen Weltmeisters wäre die Rückkehr ins Crucible unglaublich
Eigentlich hatte der siebenmalige Weltmeister Stephen Hendry seine aktive Profikarriere im Snookersport bereits 2012 beendet. Nun aber ist der 51-jährige Dank einer Invitation Card zurück auf der Tour. Für die nächsten zwei Jahre darf Hendry an Turnieren teilnehmen und hat bereits ambitionierte Ziele.

“Nachdem ich nun auf die professionelle Snookertour zurückgekehrt bin, wäre es unglaublich nochmals an der Weltmeisterschaft im Crucible teilnehmen zu können”, so Hendry. Die insgesamt sieben Weltmeistertitel, die Stephen Hendry zwischen 1990 und 1999 gewonnen hat, sind in der modernen Snooker-Ära bis heute unerreicht.

Letzten Monat konnte er bereits bei den World Seniors Snooker Championships mit dem Erreichen des Halbfinals ein starkes Ergebnis realisieren. Und Hendry ist guter Dinge. Wenn es ihm gelingt sein Spiel weiter so positiv zu entwickeln, könnte eine Qualifikation für das Event im Crucible möglich sein, so der ehemalige Weltmeister. Es sei für ihn das ultimative Ziel, noch einmal die Atmosphäre bei den Weltmeisterschaften im Crucible als Teilnehmer im Hauptfeld zu erleben. Der Weg dorthin sei noch sehr lang, aber es ist ein Weg, den er mit Entschlossenheit gehen möchte, um erneut die Treppen im geschichtsträchtigen Ort der Veranstaltung hinabsteigen zu können, so Hendry in einem jüngsten Interview.

Sein letztes Profispiel bestritt der Schotte vor acht Jahren in Sheffield, als er sich im Viertelfinale seinem Landsmann Stephen Maguire geschlagen geben musste. Seine derzeitige Planung für die Tour sieht eine Teilnahme bei den UK Championships vor. Dies wäre sein erstes Turnier dieser Größenordnung nach seiner Rückkehr. Das Turnier findet vom 24. November bis 6. Dezember in York statt.

Hendry ist sich darüber bewusst, dass das Tableau nicht einfach werden wird. In der Setzliste wird er sich ganz unten wiederfinden werden und vermutlich direkt zum Turnierstart gegen einige der Topspieler antreten müssen. Ihm ist bewusst, dass er die Erwartungen nicht zu hoch stecken darf und sich auf harte Duelle einstellen muss. Insbesondere, wenn er gegen einen der Top 5 Spieler antreten muss. Das Risiko scheut Stephen Hendry dennoch nicht. “Es wird nicht schön sein, wenn ich furchtbar spiele und 5:0 verliere, aber das ist ein Risiko, das ich eingehen muss”, so der siebenmalige Weltmeister.

Beobachter der internationalen Snookerszene hatten vermutet, dass Hendrys Rückkehr auf die Profitour auch mit den Erfolgen von Ronnie O’Sullivan im Zusammenhang stehe. O’Sullivan war es gelungen mit dem Gewinn seines sechsten Weltmeistertitels im Crucible die bis dahin bestehende und von Stephen Hendry aufgestellte Bestmarke von 36 Siegen bei Ranglistenturnieren zu durchbrechen. Hendry beteuerte allerdings unlängst, dass seine Rückkehr nichts mit den Erfolgen von Ronnie O’Sullivan zu tun hätten. Vielmehr sei es die Atmosphäre und der Hype auf den Turnieren, die er vermisse. Und der Wunsch diese Gefühlswelt noch einmal durchleben zu dürfen sei die Motivation für sein Comeback.

Allerdings möchte er seinen Profialltag anders gestalten, als es zu früheren Zeiten der Fall gewesen ist. Früher hieß es jeden Tag bis zu sechs Stunden zu trainieren. Diesen Stress möchte sich Hendry heutzutage nicht mehr machen. Natürlich wolle er sich bestmöglich auf die von ihm bestrittenen Turniere vorbereiten. Die Freude am Spiel und das Genießen der Events steht für ihn aber im Vordergrund. Er habe gemerkt, dass er wieder Spaß am Spiel und dem Wettbewerb empfindet. Ohnehin sei Snooker das einzige, was er wirklich könne, fügte Hendry in einem seiner derzeit viel gefragten Interviews hinzu. Es würde ihn daher freuen, wenn er auf der Tour für den ein oder anderen Erfolg gegen hochrangige Spieler sorgen könnte und sich an den Tischen wieder spannende Duelle liefern kann. Auf den Senior Events hat er bereits gezeigt, dass er es nach wie vor das Zeug dazu hat.

Bilder von eurosport . com

Datum: 26.10.2020