Start News Hossein Vafaei – das Gleichgewicht zwischen Karriere und Privatleben

Hossein Vafaei – das Gleichgewicht zwischen Karriere und Privatleben

242


Hossein Vafaei – das Gleichgewicht zwischen Karriere und Privatleben
Hossein Vafaei kommt aus dem Iran und gehört im Snooker zu den besten Talenten im Nachwuchs. Natürlich will er bei jedem Spiel die beste Leistung erbringen, er will aber auch ein Vorbild für seine Heimat sein. Das folgende Zitat von Albert Einstein passt perfekt dazu: „Strebe nicht danach, erfolgreich zu werden, sondern wertvoll.“

In vielen Sportarten ist es außerdem so, dass die Balance zwischen Karriere und Privatleben schwierig zu finden ist. Dazu gehört auch Snooker und betrifft vor allem ausländische Spieler. Dazu zählen unter anderem Ding Junhui und Neil Robertson. Beide teilen einen gemeinsamen Lebensabschnitt, denn sie sind als Jugendliche nach Großbritannien gegangen. Selbstverständlich wegen dem Snookersport und mit dem Wissen, dass Mama, Papa und Co. deutlich seltener in die Arme genommen werden können. Sportlich haben beide sehr viel erreicht, diese Erfolge hatten jedoch wie erwähnt ihren Preis (weg von der Heimat usw.).

Bei Vafaei verlief der Weg als Amateurspieler erfolgreich, auch danach ging es steil nach oben. Die letzte Saison ist ein perfektes Beispiel dafür, denn der 27-Jährige konnte sich einen Ranglistentitel erobern (BetVictor Shoot Out). Auch ist er der erste Snookerspieler aus Iran, der beim Crucible dabei war. Von Problemen bleibt Hossein Vafaei dadurch aber nicht befreit, beispielsweise wollte er nach Großbritannien ziehen und hat sehr lange mit dem Visum Schwierigkeiten gehabt.

Snooker zu spielen und angucken macht doch großen Spaß. Wenn Sie aber Slots mit hoher Volatilität Online spielen macht es wieder ein Vergnügen, dazu kann man aber schon extra Geld verdienen.

Der Iraner hat auch eine klare Meinung zum Snooker und seinem Leben. Genauer gesagt bedeutet ihm zwar eine Queue in der Hand sehr viel, sein Leben ist ihm aber wichtiger. Manche werden es nicht verstehen und sagen, dass er sich auf sein Spiel beziehungsweise auf sein Können fokussieren soll. Doch für Vafaei ist das nicht der Lebensmittelpunkt, stattdessen möchte er irgendwann die Liebe seines Lebens finden und auch Kinder haben. Später alleine zu sein ist für ihn keine wirkliche Option. Snooker ist seine Leidenschaft, ein Leben außerhalb davon möchte er aber trotzdem noch haben.

BetVictor European Masters Finale
Ein gutes Beispiel ist Barry Hawkins. Er ist vor Kurzem in einem Finale (BetVictor European Masters) gegen den 30-jährigen Kyren Wilson (Vereinigtes Königreich) angetreten und hat verloren. Darauf hat er etwas scherzhaft gemeint, dass ihn Snooker ab sofort nicht mehr interessiert. Kurz darauf war er jedoch schon wieder aktiv. Generell ist es bei Sportarten üblich, dass die Spieler unterschiedliche Gefühle entwickeln. Einmal sind sie total verliebt in ihre Tätigkeit und einmal ist es nicht mehr als ein „Zwang“ zum Geld verdienen.

Diese Gedanken sind auch ein Grund, warum er Snooker beziehungsweise den Queue in der Hand momentan nicht genießen kann. Seiner Meinung nach geht es aber anderen Spielern auch so, dass sie ab und zu dieses Gefühl in sich haben. Neu ist es bei ihm auch nicht und daher tut er alles dafür, dass er die Leidenschaft für den Sport wiederfindet.

Für Vafaeis ist es gerade schwierig, da er für den Snookersport momentan nicht viel empfindet. Erstaunlicherweise hat dies aber keinen großen Einfluss auf seine Leistung, in der aktuellen Saison musste er bei acht Spielen nur eine Niederlage hinnehmen. Dem 27-Jährigen ist außerdem klar, dass die Saison einen hohen Stellenwert hat. Der Vorstoß in die Top 16 steht bevor und wenn der Iraner das schafft, dann ist er bei den drei Triple Crown-Events fix mit dabei (Endphase). Seiner Aussage nach gibt er „sein Bestes“ für dieses Ziel. Es wäre für ihn schön, aber bei Nichterreichen macht er sich auch keine Vorwürfe. Eine gute Einstellung, denn er ist noch jung und kann noch so viel gewinnen.

Wichtig ist ihm auch, dass sein Land stolz auf ihn ist und Snooker in seiner Heimat bekannter wird. Bei sich selbst hat er es bereits geschafft. Sein Bekanntheitsgrad ist im Iran ordentlich gestiegen, gesehen hat er es mit eigenen Augen, da er ein paar Monate in seiner Heimat verbracht hat (im Sommer). Glauben konnte der Snookerspieler es anfangs aufgrund von Erzählungen durch Freunde nicht. Vafaeis bezeichnet es schlicht und ergreifend als verrückt. Er wird auf der Straße, in Geschäften usw. erkannt. Auf sein Verhalten und seine Aussagen wird er nun mehr achtgeben, schließlich soll ihn vor allem die junge Generation als Vorbild sehen. Von einem zusätzlichen Leistungsdruck spürt der Iraner dadurch nichts. Stattdessen genießt er die Aufmerksamkeit und die Gespräche mit den Menschen.

Der Erfolg bleibt auch auf den höheren Etagen nicht unsichtbar. So bekam er eine Einladung von Seyed Hamid Sajjadi Hazaveh (iranischer Sportminister), der ihn zu seinen Erfolgen gratulierte. Den Premierminister durfte der Snookerspieler auch schon kennenlernen, ein Treffen mit Ebrahim Raisi (Präsident) ist ebenfalls schon fix eingeplant.

Nun stehen für Hossein Vafaei die Cazoo British Open an. Vorher will er aber noch einmal zurück in seine Heimat Iran reisen und viele Stunden mit seiner Familie und seinen Fans genießen. Wenn es dann wieder nach England geht, dann macht sich schnell Heimweh bemerkbar. Er weiß aber auch ganz genau, wie wichtig England für seine Karriere ist.

Zum Schluss hat er noch eine Botschaft für alle Fans von Sportlern: „Auch wir sind nur Menschen und keine Roboter, deren Spitzenleistungen sich einfach abrufen lassen.“

Bildquelle: instagram . com