Snooker Weltrangliste Ranglistenplatz aktuell live 2026

Die Männer Snooker Weltrangliste 2026 wird Ihnen präsentiert und aktualisiert von Bet365 Snooker. Geschichte der Snooker Weltrangliste sowie viele weitere interessante Fakten darüber finden Sie unter der Tabelle sowie in unserem Nachrichten-Portal.

Pos Spieler Land Geld, £ Unterschied
1 Judd Trump England 1 675 550 +30 000
2 Kyren Wilson England 1 367 100
3 Neil Robertson Australia 1 175 550 +40 000
4 Zhao Xintong China 1 126 550 +150 000
5 John Higgins Scotland 918 350 +20 000
6 Mark J Williams Wales 873 400 -130 000
7 Mark Selby England 819 350 +10 000
8 Shaun Murphy England 786 800 +30 000
9 Xiao Guodong China 643 900
10 Wu Yize China 635 900 +20 000
11 Barry Hawkins England 635 350 +10 000
12 Ronnie O’Sullivan England 571 250 -60 000
13 Chris Wakelin England 569 200 +30 000
14 Mark Allen N.Ireland 517 750 -20 000
15 Si Jiahui China 469 400
16 Ding Junhui China 434 850 -30 000
17 Stuart Bingham England 427 700
18 Jack Lisowski England 410 000
19 Jak Jones Wales 398 300
20 Thepchaiya Un-Nooh Thailand 366 600 +20 000
21 Elliot Slessor England 351 550
22 Zhang Anda China 330 950 -30 000
23 Ali Carter England 310 050 -30 000
24 Zhou Yuelong China 305 250
25 David Gilbert England 298 700
26 Stephen Maguire Scotland 288 950
27 Gary Wilson England 286 700 -40 000
28 Joe O’Connor England 282 700
29 Pang Junxu China 281 900
30 Lei Peifan China 261 800
31 Yuan Sijun China 246 300
32 Hossein Vafaei Iran 217 600
33 Tom Ford England 217 050 -20 000
34 Jimmy Robertson England 210 700
35 Ryan Day Wales 198 650
36 Jackson Page Wales 198 250
37 Matthew Selt England 182 000
38 Xu Si China 178 500
39 Ben Woollaston England 174 000
40 Aaron Hill Ireland 165 950
41 Daniel Wells Wales 162 300
42 Anthony McGill Scotland 159 850
43 Zak Surety England 154 050
44 Stan Moody England 152 700
45 Noppon Saengkham Thailand 151 350
46 Luca Brecel Belgium 148 400
47 He Guoqiang China 142 650
48 Matthew Stevens Wales 136 450
49 Scott Donaldson Scotland 136 100
50 Long Zehuang China 133 450
51 Chang Bingyu China 133 100
52 Ricky Walden England 132 750
53 Robbie Williams England 130 950
54 Lyu Haotian China 129 350
55 Martin O’Donnell England 124 400
56 Michael Holt England 122 350
57 David Lilley England 120 950
58 Oliver Lines England 118 200
59 Liu Hongyu China 113 700
60 Jamie Jones Wales 103 400
61 Robert Milkins England 101 500
62 Ishpreet Singh Chadha India 100 950
63 Fan Zhengyi China 100 550
64 Mark Davis England 96 650
65 Sanderson Lam England 87 200
66 Ben Mertens Belgium 86 450
67 Jordan Brown N.Ireland 84 600
68 Artemijs Zizins Latvia 72 250
69 Antoni Kowalski Poland 68 400
70 Allan Taylor England 67 100
71 Wang Yuchen Hong Kong 64 750
72 Duane Jones Wales 64 000
73 Gong Chenzhi China 63 600
74 Julien Leclercq Belgium 63 450
75 Louis Heathcote England 62 200
76 Graeme Dott (susp) Scotland 61 800
77 Sunny Akani Thailand 58 850
78 Jiang Jun China 57 350
79 Amir Sarkhosh Iran 55 650
80 Liam Davies Wales 54 700
81 Sam Craigie England 53 600
82 Iulian Boiko Ukraine 48 000
83 Mitchell Mann England 47 600
84 Farakh Ajaib Pakistan 47 450
85 Marco Fu Hong Kong 47 150
86 Liam Pullen England 46 950
87 Cheung Ka Wai Hong Kong 45 300
88 Bulcsu Revesz Hungary 42 450
89 David Grace England 41 850
90 Robbie McGuigan N.Ireland 39 200
91 Huang Jiahao China 38 850
92 Liam Highfield England 38 300
93 Steven Hallworth England 37 200
94 Haris Tahir Pakistan 36 600
95 Dylan Emery Wales 35 950
96 Ian Burns England 33 700
97 Haydon Pinhey England 33 100
98 Michal Szubarczyk Poland 27 450
99 Gao Yang China 25 100
100 Lan Yuhao China 25 100
101 Chris Totten Scotland 22 500
102 Ken Doherty Ireland 21 700
103 Reanne Evans (f) England 21 500
104 Xu Yichen China 20 350
105 Liu Wenwei China 20 100
106 Yao Pengcheng China 19 850
107 Bai Yulu (f) China 19 000
108 Zhao Hanyang China 18 100
109 Cao Yupeng China 15 000
110 Liam Graham Scotland 14 500
111 Ross Muir Scotland 14 100
112 Mateusz Baranowski Poland 13 900
113 Alexander Ursenbacher Switzerland 10 600
114 Hatem Yassen Egypt 10 000
115 Jonas Luz Brazil 9 000
116 Mohammed Shehab UAE 8 500
117 Chatchapong Nasa Thailand 8 000
118 Leone Crowley Ireland 8 000
119 Oliver Brown England 7 000
120 Connor Benzey England 7 000
121 Mink Nutcharut (f) Thailand 7 000
122 Florian Nüßle Austria 6 500
123 Jimmy White England 6 500
124 Ng On Yee (f) Hong Kong 6 000
125 Sahil Nayyar Canada 5 500
126 Kreishh Gurbaxani India 5 500
127 Fergal Quinn N.Ireland 5 000
128 Lim Kok Leong Malaysia 3 000
129 Mahmoud El Hareedy Egypt 1 000

Die ursprünglichen Snooker Ranking Regeln

Die ursprünglichen Snooker Ranking Regeln gehen auf die Saison 1976/77 zurück. In dieser Saison entschied sich die weltweite Organisation des internationalen Snookers, die World Professional Billiards and Snooker Association, ein auf Punkten basierendes Ranglistensystem einzuführen. Grundlage der Regeln für die Snooker Rangliste waren die bei Turnieren erspielten Punkte, die sich wiederum daran orientierten, wie weit die jeweiligen Spieler im Turnierverlauf kamen. Ein frühes Ausscheiden im Turnier bedeutet automatisch weniger Punkte, während bei einem späteren Ausscheiden mit mehr Punkten gerechnet werden konnte. Nach jedem Turnier wird die Weltrangliste entsprechend aktualisiert. Die Rangliste dient wiederum nachfolgenden Turnieren, um die Spieler zu identifizieren, die sich anhand ihrer Punkte in der Weltrangliste für das Turnier direkt qualifizieren und an welcher Position sie im Tableau des Teilnehmerfeldes eingereiht werden. Die Punktevergabe wurde im Laufe der Jahre mehrfach angepasst, um Entwicklungen im Spielgeschehen besser abzubilden und ein faires Ranking zu gewährleisten.

Mit Beginn der Saison 2014/15 wird die Rangliste anhand der erspielten Preisgelder erstellt, wobei immer der Zeitraum der letzten zwei Jahre aufaddiert wird. Dieses System hat den Vorteil, dass es die wirtschaftliche Leistung eines Spielers besser widerspiegelt und gleichzeitig die Bedeutung großer Turniere mit hohen Preisgeldern stärker gewichtet. Für viele Spieler war dieser Umstieg ein bedeutender Einschnitt, da nicht mehr allein die Anzahl der gewonnenen Matches zählte, sondern auch die Dotierung des jeweiligen Wettbewerbs eine zentrale Rolle einnahm.

Hintergrund der professionellen Snookerspieler

Generell befindet sich jeder professionelle Snookerspieler, der Mitglied der World Professional Billiards and Snooker Association (WPBSA) ist, in der Weltrangliste wieder. Dies ist unabhängig davon, ob der Spieler derzeit aktiv an Turnieren teilnimmt oder nicht. Die Position in der Weltrangliste entscheidet allerdings über die Berechtigung zur Teilnahme an professionellen Turnieren. Üblicherweise werden die Top-Spieler der Rangliste automatisch zum Teilnehmerfeld eines Turniers gezählt, sofern die Teilnahme durch den jeweiligen Spieler bestätigt wird. Dies gilt auch für die größten Turniere der Welt, nämlich der Snooker World Championship sowie der Snooker Masters. Bei den genannten Turnieren werden stets die besten sechzehn Spieler der Weltrangliste in das Tableau aufgenommen und entsprechend ihrer Weltranglistenposition gesetzt. Eine gute Platzierung innerhalb der Top 16 bringt somit nicht nur Prestige, sondern erleichtert auch den Zugang zu prestigeträchtigen Wettbewerben und sichert finanzielle Chancen. Für Profis mit Ambitionen auf eine Teilnahme an den Masters und der Snooker Weltmeisterschaft ist es daher ein wichtiges Saisonziel, sich innerhalb der besten sechzehn Platzierungen zu befinden. Die Platzierung in der Weltrangliste richtet sich wiederum nach den individuellen Erfolgen der Spieler bei den Turnieren und reflektiert deren Konstanz über die vergangenen zwei Jahre.

Sollte eine Ansetzung im Hauptfeld eines Turniers aufgrund einer zu niedrigen Weltranglistenposition nicht möglich sein, so müssen sich die betroffenen Spieler zunächst für das Turnier qualifizieren. Hierzu treffen die Anwärter auf das Hauptfeld im Vorfeld des Hauptturniers aufeinander und spielen um die Berechtigung zur Teilnahme in der Hauptrunde. Die sogenannte Qualifikationsrunde wird üblicherweise an einem kleineren Austragungsort ausgespielt. Sie kann mehrere Tage in Anspruch nehmen und stellt für viele Spieler eine wichtige Hürde dar. Bereits im Hauptfeld gesetzten Spielern bleibt die Qualifikationsrunde erspart. Diejenigen Spieler, die sich für das Hauptevent schlussendlich qualifizieren, werden auf das Tableau mit den bereits gesetzten Spielern verteilt und treten somit in den Hauptrunden gegen diese an. Ein theoretisches Aufeinandertreffen der top gesetzten Spieler findet daher im Regelfall in den späteren Finalrunden statt, was zusätzliche Spannung im Turnierverlauf erzeugt. Dieses System gewährleistet sowohl Fairness für aufstrebende Spieler als auch einen gewissen Schutz für etablierte Top-Profis.

System der Snooker Weltrangliste

Das System der Snooker Weltrangliste und das Verfahren zur Setzung der Spieler in den Hauptfeldern der Turniere hat historisch betrachtet bereits einige grundlegende Änderungen erfahren. Insbesondere in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erkannten die verantwortlichen Organisatoren des Weltsnookers, dass ein ausgereifteres Regelwerk zur Aufstellung der Weltranglisten und der Setzlisten bei großen Turnieren wichtiger wird. Zuvor wurden bei den Weltmeisterschaften lediglich die Sieger und Zweitplatzierten des Vorjahres auf der Setzliste des jährlich stattfinden Turniers berücksichtigt. Dass diese Vorgehensweise nicht mehr zeitgemäß war und aufgrund der zunehmenden Zahl von Turnieren und Teilnehmern überarbeitet werden musste, wurde den Verantwortlichen zusehends klar. Nach den Weltmeisterschaften des Jahres 1976 wurde daher ein Ranglistensystem eingeführt, das sich zunächst auf die “Order of Merit” berief. Hierbei sollten die von den Spielern erreichten Ergebnisse der jeweils drei letzten Weltmeisterschaften berücksichtigt werden, um die Weltranglistenposition zu errechnen und Setzlisten für anstehende Turniere aufsetzen zu können. Dieses Verfahren sorgte erstmals für ein objektiviertes Bewertungssystem und reduzierte die Willkür bei der Vergabe der Startplätze erheblich.

Während dieses System zunächst erfolgreich angewendet wurde, stieß es aufgrund seiner geringen Flexibilität in den 80er Jahren bereits an seine Grenzen. Die Zahl der professionellen Snookerspieler wuchs und mit ihr die Zahl der Turniere. Auch das mediale Interesse stieg kontinuierlich, was den Druck auf die Organisatoren erhöhte, ein transparentes und leistungsorientiertes System zu etablieren. Um das System entsprechend zu erweitern, wurden ab der Saison 1982/83 daher weitere Turniere als Grundlage zur Errechnung der Rangliste zugelassen. Turniere wie die International Open, UK Championship und die British Open wurden fortan ebenfalls gewertet. Dies trug dazu bei, ein realistischeres Bild der Leistungsfähigkeit der Spieler zu zeichnen. Um die Rangliste zudem aktueller zu gestalten, wurde auch der Rhythmus zur Aktualisierung des Rankings geändert. So fand eine Aktualisierung jährlich unter der Berücksichtigung der in den letzten zwei Saisons erzielten Ergebnisse statt. Gleichzeitig wurde diskutiert, künftig auch Punkte aus der Qualifikationsphase einzubeziehen, um die Leistungen der Spieler noch umfassender zu bewerten.

Die Betrachtung der letzten zwei Saisons findet auch heute noch statt, wenn auch mit einigen Änderungen, die das System in den letzten Jahrzehnten erfahren hat. Die Kalkulation der Ranglistenpunkte ergibt sich aus den Ergebnissen, die der jeweilige Spieler bei den Turnieren erreicht. Aktuelle Ergebnisse ersetzen dabei die Ergebnisse von vor zwei Jahren. Hieraus ergibt sich eine rollierende Logik, durch die die Rangliste die individuellen Leistungen wesentlich aktueller abbilden kann. Dieses rollierende System trägt zur Dynamik bei, da Spieler sowohl schnell aufsteigen als auch zügig abrutschen können – je nach aktuellem Erfolg. Zudem findet die Aktualisierung nicht mehr einmal jährlich, sondern regelmäßig nach jedem Turnier statt. Dies stellt sicher, dass der aktuelle Leistungsstand der Spieler stets zeitnah in der Weltrangliste reflektiert wird und erhöht somit die sportliche Relevanz der Zwischenstände innerhalb einer laufenden Saison.

Setzlisten im Snooker

Zu Beginn der Einführung der Rangliste wurde diese nur einmal pro Jahr aktualisiert und nur einige wenige Turniere zur Kalkulation der Ranglistenpositionen einbezogen. Dies hatte zur Folge, dass die Setzlisten der Turniere meist sehr ähnlich aussahen und zudem nicht die aktuelle Form der Spieler während der laufenden Saison berücksichtigten. Sowohl für die Spieler als auch für Journalisten und andere Experten war es allerdings wichtig, auch während der Saison die Performance und somit die zukünftigen Positionen in der Rangliste zu kalkulieren. Die Veröffentlichung der aktualisierten Weltrangliste wurde daher stets mit Spannung erwartet, da sie unmittelbare Auswirkungen auf Turnierplatzierungen, mögliche Gegner und nicht zuletzt auf potenzielle Preisgelder hatte. Schließlich haben die erzielten Ergebnisse während der Saison einen direkten Einfluss auf die Position in der Weltrangliste zum Zeitpunkt der nächsten Aktualisierung und somit auch auf zukünftige Positionen in den Setzlisten der Turniere. Der Druck auf die Spieler wuchs daher stets gegen Ende der Saison, wenn diese feststellten, dass die gewünschten zukünftigen Weltranglistenplätze noch nicht erreicht waren oder aber die Gefahr bestand, begehrte Plätze einzubüßen. In manchen Fällen bedeutete dies sogar den Verlust der Spielberechtigung für bestimmte Major-Turniere, was sich negativ auf Karriere und Sponsorenverträge auswirken konnte.

Mit der im Jahre 2010 eingeführten ständigen Aktualisierung der Weltrangliste änderten sich die Setzlisten der Turniere stark. Die Setzlisten gestalten sich nun sehr individuell und erhöhen somit die Attraktivität für die Zuschauer. Überraschungen und kurzfristige Veränderungen im Tableau sind seither häufiger zu beobachten. Üblicherweise richtet sich die Top-Position der Setzliste bei den Turnieren nach dem Ergebnis des Vorjahres. Der amtierende Titelträger wird an Position Eins gesetzt, während dem amtierenden Weltmeister die zweite Position der Setzliste vergeben wird. Dies stellt sicher, dass besondere sportliche Leistungen entsprechend gewürdigt werden. Das nachfolgende Starterfeld und die Positionen in den Setzlisten ergibt sich sodann aus den Ergebnissen der zuvor erreichten Ergebnisse und somit in Orientierung der aktuellen Weltrangliste. Dadurch entsteht eine enge Verzahnung zwischen sportlicher Leistung, Belohnung in Form der Setzposition sowie Sichtbarkeit für Medien und Publikum. Diese Struktur motiviert Spieler zusätzlich, konstant gute Ergebnisse abzuliefern, um ihre Platzierung zu sichern oder gar zu verbessern.

Wertungen der Snooker Weltrangliste

Innerhalb der letzten Jahrzehnte hat sich nicht nur das System der Weltrangliste, sondern auch die Wertungen der Turniere beziehungsweise die Vergabe der Weltranglistenpunkte erheblich verändert. Zu Beginn der Rangliste, als es in der Saison 1975/76 mit der “Order of Merit” zu deren Einführung kam, wurden dem Sieger der Weltmeisterschaft fünf Weltranglistenpunkte gutgeschrieben. Die weiteren Ränge erhielten je einen Punkt weniger. Also vier Punkte für den Vizeweltmeister, drei Punkte für die Teilnehmer der Halbfinals, zwei Punkte für das Erreichen der Viertelfinals sowie je ein Punkt für die Achtelfinalisten. Dieses einfache und lineare Punktesystem spiegelte zunächst die begrenzte Anzahl relevanter Turniere wider und ermöglichte eine nachvollziehbare Einordnung der Spieler auf internationaler Ebene.

Dieses Punktesystem wurde viele Jahre beibehalten, wobei es mit der Zunahme der Turniere und der Anzahl der Spieler einer entsprechenden Überarbeitung bedurfte. Ab 1983 gab es schon wesentlich mehr Turniere, deren vergebene Punkte ebenfalls in die Weltrangliste einflossen. Dazu gehörten auch neue Ranglistenturniere, die außerhalb Großbritanniens stattfanden und dem Sport eine internationale Bühne verliehen. Damit die Weltmeisterschaft aber nach wie vor einen besonderen Status erhält und somit den größten Einfluss auf die Ranglistenpositionen der Spieler hat, wurden die Weltranglistenpunkte der Weltmeisterschaft verdoppelt. Zudem erhielt der Gewinner des Weltmeisterschaftstitels nun nicht nur zehn Punkte, statt der zuvor vergebenen fünf Punkte, sondern die Verteilung der Punkte erstreckte sich nun auch bis auf die Teilnehmer der letzten 32 Spieler in der Endrunde. Diese Erweiterung sorgte für eine breitere Durchlässigkeit und motivierte auch Spieler der mittleren Leistungsklassen, sich über konstante Leistungen langfristig nach oben zu arbeiten.

Seit Anfang der 90er Jahre sind größere Positionsveränderungen innerhalb der Weltrangliste erkennbar. Dies liegt in der höheren Anzahl neuer Spieler, die ebenfalls in die Rangliste drängen, begründet. Der professionelle Snookersport verzeichnete eine zunehmende Internationalisierung, was zu einer stärkeren Konkurrenz und einem schnelleren Wechsel in den Platzierungen führte. Zum anderen wurden einige Anpassungen an der Punktevergabe vorgenommen, damit die Rangliste die Leistungen neuer Spieler ebenfalls gerecht honoriert. Sollte beispielsweise ein gesetzter Spieler sein erstes Spiel verlieren, erhält er nur die Hälfte der Punkte, die den nicht gesetzten Verlierern in dieser Runde zugewiesen wurden. Damit sollte verhindert werden, dass Spieler allein durch ihren Ranglistenstatus dauerhaft bevorteilt werden, ohne aktuelle Erfolge vorzuweisen.

Zudem variieren die vergebenen Punkte zwischen den Veranstaltungen nun wesentlich stärker, als es noch in der Anfangszeit der Rangliste der Fall war. Die Wertigkeit eines Turniers richtet sich zunehmend nach dessen Prestige, Teilnehmerfeld und Preisgeldvolumen. Auch auf kleineren Turnieren konnten semi-professionelle Spieler nun Ranglistenpunkte erhalten, was in dem herkömmlichen System so nicht möglich gewesen wäre. Ein Beispiel ist die The Players Tour Championship, die natürlich wesentlich geringer gewertet wird, aber so auch weniger dominanten Spielern eine Chance auf eine Verbesserung in der Weltrangliste einräumen. Solche Maßnahmen führten zu einer breiteren Basis in der Rangliste und einem realistischeren Abbild des aktuellen Leistungsniveaus der Tour.

Eine bedeutende Neuerung erfuhr die Weltrangliste zuletzt zur Eröffnung der Saison 2014/15, die nun eine Vergabe der Weltranglistenposition auf Basis der Höhe der erspielten Preisgelder vorsieht. Anstelle von Punkten wird seither das erzielte Einkommen aus den gewerteten Turnieren herangezogen. Diese Änderung stellt sicher, dass der wirtschaftliche Erfolg direkt in die Platzierung einfließt und Turniere mit hoher Dotierung einen entsprechend größeren Einfluss auf die Rangliste haben. Für viele Profis bedeutete diese Umstellung eine strategische Neuausrichtung bei der Turnierplanung, da sich die Teilnahme an hochdotierten Events besonders stark auf das Ranking auswirken kann. Gleichzeitig verlangt das System aber auch konstante Leistungen, da das Preisgeld aus einem Turnier nach zwei Jahren aus der Berechnung fällt – die sogenannte “Rolling Prize Money List” sorgt so für eine dynamische, aktuelle und leistungsabhängige Weltrangliste.

FAQ Häufige Fragen zur Snooker Weltrangliste

Wie funktioniert die Snooker Weltrangliste eigentlich genau?

Die Snooker Weltrangliste basiert seit der Saison 2014/15 nicht mehr auf einem Punktesystem, sondern auf den erspielten Preisgeldern der Profispieler. Entscheidend ist, wie viel Geld ein Spieler in den letzten zwei Jahren bei offiziellen Ranglistenturnieren gewonnen hat. Ältere Ergebnisse verfallen dabei nach 24 Monaten, was dafür sorgt, dass die Liste stets den aktuellen Leistungsstand widerspiegelt. Je höher das Preisgeld eines Turniers, desto größer ist auch sein Einfluss auf das Ranking.

Warum wurde das Punktesystem abgeschafft?

Das frühere Punktesystem war zwar übersichtlich, hatte aber Schwächen: Alle Turniere wurden ähnlich gewichtet, egal ob klein oder groß. Mit dem Umstieg auf das Preisgeld-Modell soll der sportliche und wirtschaftliche Erfolg besser dargestellt werden. Wer große Turniere gewinnt oder regelmäßig weit kommt, steigt entsprechend schneller auf – wer länger erfolglos bleibt, fällt zurück.

Wie oft wird die Rangliste aktualisiert?

Früher wurde die Weltrangliste nur einmal im Jahr aktualisiert – heute geschieht das nach jedem gewerteten Turnier. Das hat zur Folge, dass die Spieler und Fans stets eine aktuelle Übersicht über die besten Profis der Welt haben. Auch die Setzlisten für kommende Turniere werden auf Basis der jeweils neuesten Rangliste erstellt.

Warum ist die Weltmeisterschaft für das Ranking so wichtig?

Die Snooker-WM zählt zu den am höchsten dotierten Turnieren im Kalender – daher beeinflusst sie die Rangliste besonders stark. Ein Weltmeister verdient in der Regel weit über 500.000 Pfund Preisgeld, was massive Auswirkungen auf seine Position in der Weltrangliste hat. Schon unter dem alten Punktesystem wurde das Turnier doppelt gewertet, heute zählt vor allem das Preisgeld.

Was passiert, wenn ein Spieler aus den Top 16 herausfällt?

Die Top 16 der Weltrangliste genießen gewisse Privilegien: Sie sind automatisch für prestigeträchtige Events wie die Masters oder die Weltmeisterschaft gesetzt. Fällt ein Spieler aus dieser Gruppe heraus, muss er sich für viele Turniere wieder durch die oft harte Qualifikation kämpfen – was nicht nur mehr Aufwand bedeutet, sondern auch weniger Medienpräsenz und geringere Einnahmen.

Wie werden neue oder niedrig platzierte Spieler bewertet?

Früher hatten nur Top-Spieler eine realistische Chance auf Ranglistenpunkte. Heute können auch Newcomer bei kleinen Turnieren wie der früheren Players Tour Championship Preisgeld – und somit Rankingpunkte – sammeln. Das macht den Einstieg in die Rangliste fairer und dynamischer. Ein starker Lauf bei kleineren Events kann der Startschuss für eine rasante Karriere sein.

Was bedeutet eigentlich „Rolling Ranking System“?

Der Begriff beschreibt, dass die Ergebnisse nicht dauerhaft zählen, sondern sich fortlaufend verändern. Genau gesagt: Die Preisgelder, die ein Spieler bei einem Turnier erzielt, bleiben für genau zwei Jahre in der Wertung – danach verfallen sie. So entsteht ein „rollierendes“ System, das stetig aktualisiert wird und vergangene Leistungen nicht auf ewig belohnt.


Bilder und Quelle: wst . tv

 

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