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Zahlreiche chinesische Spieler für London Snooker Masters gesperrt

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Zahlreiche chinesische Spieler für London Snooker Masters gesperrt
Der Snooker-Sport wird von einem handfesten Skandal erschüttert. Mehr als ein Dutzend Spieler aus China wurden nach einem Beschluss des Weltverbandes WPBSA von den diesjährigen London Masters, dem wichtigsten Turnier der Szene, suspendiert. Es geht um Wettbetrug und sehr viel Geld, das dubiose Geschäftemacher auf den asiatischen Wettmärkten hauptsächlich auf das Abschneiden der chinesischen Spieler platzieren. Offensichtlich wurden hier Strukturen gebildet, die systematischen Wettbetrug ermöglichen. Das Problem ist, dass beim Snooker nicht nur auf Wettergebnisse gewettet werden kann, sondern auch auf einzelne Spielzüge. Genau hierzu soll die Manipulationen, das heißt verbotene Absprachen, gegeben haben, so wird es seitens des Weltverbandes WPBSA vermutet, wie kürzlich der Sender Sport1 berichtete.

Zu den prominentesten Spielern, die für das London Masters gesperrt wurden, gehört Liang Wenbo, ein 31-jähriger Spieler aus Zhaodong. Wenbo gewann bereits 2016 die English Open und damit sein erstes Major Turnier. Er erspielte sich in seiner Karriere 1,3 Millionen Euro Preisgeld und kletterte zwischenzeitlich auf Platz 11 der Weltrangliste.

Anmerkung: Bei vielen Online Wettanbietern und Online Casinos sind Wetten auf Snooker möglich. Wer sich neu anmeldet, kann sich zumeist über einen Bonus als zusätzliches Startguthaben freuen. Hier finden Interessierte den neusten Willkommensbonus im Netz. Neben den normalen Wetten auf Sieg oder Niederlage können auch viele andere Wetten abgeschlossen werden. Besonders beliebt sind Livewetten, also Wetten, die noch nach Beginn einer Partie bis kurz vor Schluss abgegeben werden können.

Schon im Qualifikationsturnier zu den British Open gab es Ärger
Der im Mittelpunkt der aktuellen Untersuchungen stehende Liang Wenbo sorgte schon im letzten Jahr für einen handfesten Skandal. Im spielentscheidenden sechsten Frame im Qualifikationsturnier für die British Open in 2022 gegen Dean Young ließ er die Position der schwarzen Kugel durch den Schiedsrichter überprüfen und versuchte damit seinen Gegner, der kurz vor dem Sieg stand aus dem Rhythmus zu bringen. Der Schiedsrichter erkannte letztlich jedoch keine Fehlstellung und ließ die Partie anschließend weiterlaufen. In der Szene sorgte das als unsportlich geltende Verhalten für viel Kritik. Der 46-jährige Gibraltar-Open-Sieger Robert Milkins twitterte dazu: “Das ist ein Zug, der völlig daneben ist, wenn der Gegner am Tisch ist. Lass den Schiedsrichter seinen Job machen. Wenn du die Anfrage machst, dann sei dir zu 110 Prozent sicher. Das ist aber unmöglich, zumal sich zwei Rote am Platz der Schwarzen befinden”. Auch Fraser Patrick schloss sich diesen Äußerungen an: “Armselig. Dean greift nach dem Sieg und er macht das.” Letztlich konnte Wenbo mit seinem Zug nichts mehr am Sieg von Young ändern. Dieser vollendete wenig später zum 4:23 Endstand.

London Masters 2023 – Robertson früh raus, am Ende Trump auf dem Thron
Das diesjährige London Masters, das wegen des Hauptsponsors in Cazoo Masters umbenannt wurde, fand als Einladungsturnier der Saison 2022/23 der World Snooker Tour. vom 8. bis zum 15. Januar Alexandra Palace in der britischen Metropole statt. Der Sieger des Vorjahres Neil Robertson, der mit viel Vorschusslorbeeren ins Turnier gegangen war, scheiterte in diesem Jahr jedoch frühzeitig in der ersten Runde. In einem packenden Match gegen Shaun Murphy stand es am Ende 4:6 für Murphy. Im Finale standen sich dann die altbekannten Judd Trump, Nummer 4 der Weltrangliste mit einem erspielten Preisgeld von 740.000 Pfund und Mark Williams, Nummer 7 der Weltrangliste mit einem erspielten Preisgeld von 458.000 Pfund, gegenüber und sorgten für einen sehenswerten Showdown. “The Welsh Potting Machine” Trump hatte sich im Halbfinale gegen Stuart Bingham und Williams gegen Jack Lisowski durchgesetzt. Am Ende hatte dann der Waliser Trump die ruhigere Hand und gewann mit einem beachtlichen 10:8 nach 2019 zum zweiten Mal den Titel und zusätzliche 250.000 GBP Preisgeld.

Insgesamt gelang diesmal 11 der 16 Teilnehmer im Turnierverlauf ein Century-Break. Es wurden 30 von 100 möglichen Breaks gespielt. Gleich drei Spielern gelang es, zum zweiten Mal überhaupt die Höchstpunktzahl zu erreichen. Die Spieler Mark Williams, Judd Trump und Hossein Vafaei müssen sich für ihre Breaks von 143 Punkten die Prämie von 15.000 £ für das höchste Turnier Break teilen.

Die restlichen Snooker Turniere der Saison 2022/2023
Für Wettfreunde gibt es einen prallen Wettkalender für Snooker. Viele Partien der restlichen Snooker Saison können auch live im Stream bei den Wettanbietern oder bei Eurosport mitverfolgt werden. Schon Anfang Februar geht es mit den German Masters 2023 in Berlin weiter, die auch vom Sender Eurosport live übertragen werden. Hier kann man sich im Kompaktform zu den Regeln beim Snooker erkundigen.

Ebenfalls im Februar werden ab dem 13.02. die Welsh Open in Llandudno und ab 20.02. die Players Championship in Wolverhampton ausgetragen. Weiter geht es mit den WST Classic ab 16. März in Leicester und dem Ranking Turnier Tour Championship in Hull. Ab dem 3. April findet die Qualifikation zur Snooker Weltmeisterschaft statt. Die Word Championship 2023 starten am 15.04.2023 in Sheffield, die ebenfalls auf Eurosport live mitverfolgt werden können. Den Abschluss der Saison 2022/2023 bilden dann die World Senior Championship 2023 in Sheffield und die British Women`s Open im englischen Landywood.

Hierzulande ist Snooker immer noch eine Randsportart
Im deutschsprachigen Raum ist Snooker immer noch eine Randsportart, wenn man einmal vom klassischen Kneipen-Billard absieht. Die Szene wächst jedoch, wenngleich die Beliebtheit wohl kaum mit der auf der britischen Insel verglichen werden kann. gab es im Jahr 2006 gerade einmal knapp 400 Tische in Deutschland. Im Jahr 2016 waren es dann bereits rund 1.500 Tische mit bis zu 10.000 Spielern allein in Deutschland, die regelmäßig spielen. Auffällig ist, dass das Starterfeld bei den Turnieren immer jünger wird und die Jugend offensichtlich begeistern kann.

Bildquelle: wst . tv

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