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Die Kirk Stevens Geschichte und der erste Drogenskandal – Snooker Legenden

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Die Kirk Stevens Geschichte und der erste Drogenskandal
Lange vor Ronnie O’Sullivan gab es bereits einen Spieler, der den Gentlemen’s Sport in Verbindung mit Drogen und damit in Verruf brachte: Kirk Stevens, ein Kanadier, der häufig im weißen Anzug antrat, was ziemlich gut, aber auch ziemlich ungewöhnlich aussah. Früh trug er sich in die Liste jener Spieler ein, denen ein Maximum Break gelang: Seine 147 gegen Jimmy White beim Masters 1984 war das dritte, das offiziell gezählt wurde. Doch seine große Karriere, die ihm allseits bescheinigt wurde, währte nur sieben Jahre, ehe er sich selbst ins Aus beförderte. Nach seiner Finalniederlage bei den British Open 1985 gegen Silvino Francisco beschuldigte ihn der Südafrikaner, unter Einfluss von Aufputschmitteln gespielt zu haben.

Beide Spieler lebten damals unweit voneinander in Chesterfield, und Francisco hatte von einem Bekannten bestätigt bekommen, dass Stevens high ins Finale gegangen war. Bei einem Toilettengang während des Matches konfrontierte er ihn, ein Reporter des Daily Star schnitt die Vorwürfe mit – und brachte die Geschichte am ersten Spieltag der WM 1985 als Titelstory.

Stevens gestand, er sei kokainabhängig. 250.000 Pfund habe er in sechs Jahren in die Droge gesteckt. Stevens begab sich sofort in Therapie, doch sein Kampf gegen die Droge kostete ihn schließlich seine Karriere.