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Wer hat die meisten Snooker-Weltmeisterschaften gewonnen

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Wer hat die meisten Snooker-Weltmeisterschaften gewonnen?
Snooker ist die wohl beliebteste Variante des klassischen Billard-Spiels. Das verwundert nicht, so fällt auf die Frage, was ist ein Snooker, zunächst die umfangreichere Größe des Tisches ein, die der Atmosphäre des spannenden Spiels zuträglich ist. Ein weiterer Grund für die Beliebtheit von Snooker ist die großartige jährliche Weltmeisterschaft, in der es für die Spieler um viel geht. Im Preispool befinden sich in der Snooker Preisgeld Rangliste über 2 Millionen Pfund. Der Turniersieger darf sich über 500.000 Pfund freuen. Joe Davis durfte dieses Gefühl gut bekannt gewesen sein. Er war nicht nur der erste Snooker-Weltmeister im Jahr 1927, sondern auch mit insgesamt 15 Titeln Rekordweltmeister, der die Snooker Weltrangliste lange Zeit dominierte.

Interessant ist, dass viele Menschen Snooker mit Glücksspielen verwechseln. Dies mag an der spannenden Atmosphäre liegen, spielt bei Snooker Glück eine untergeordnete Rolle, obwohl hin und wieder eine Snooker Fluke auftreten kann. Stattdessen entscheiden die Fingerfertigkeit und die Stoßtechnik darüber, ob eine Kugel eingelocht wird. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, dass Spieler einen 20 Euro Bonus ohne Einzahlung im Online Casino bei Bonussurfer nutzen können. Der Umstand, dass der Snookerspieler Willie Thorne eine Spielsucht entwickelt hat, tut dieser Regel keinen Abbruch.

Joe Davis und das Goldene Zeitalter von Snooker
Joe Davis ist die Ikone des Snooker-Sports. Wie bereits erwähnt hat er die erste Weltmeisterschaft 1927 gewonnen und trägt bis zum heutigen Tag die meisten Titel mit 15 gewonnen Weltmeisterschaften. Geboren wurde Joe Davis 1901 in Withwell und er begann bereits früh mit 11 Jahren Snooker zu spielen. Dabei gelang es ihm in einem Alter von 13 Jahren bereits die lokale Amateur Billiards Championship für sich zu entscheiden.

Die Zeichen standen gut für den jungen Joe Davis und er konnte sein Können 1927 beweisen, indem er die von ihm selbst organisierte erste Weltmeisterschaft gewann. Damit läutete Joe Davis das Goldene Zeitalter des Snooker-Billards ein.

In seiner sonstigen Karriere gelangen ihm noch weitere beachtliche Siege. So spielte er sich in den Jahren 1928, 1929, 1930 und 1932 zum Doppelweltmeister hoch. Er gewann nicht nur den Titel in Snooker, sondern zusätzlich noch den Titel in English Billiards. Seinen letzten Titel erzielte Joe Davin in der Weltmeisterschaft am 19. Mai 1946. Zu diesem Turnier galt er mit 45 Jahren als ältester Titelgewinner. Danach spielte er bis zum Jahr 1964 in der Profi-Snooker-Liga, auch wenn er sich zu diesem Zeitpunkt bereits von Weltmeisterschaften zurückgezogen hatte.

Fred Davis
Fred Davis wurde 1913 in Chesterfield geboren und erlangte im Laufe seines professionellen Lebens mehrere Weltmeistertitel in den Sportarten Snooker und English Billiards. Ein erster wichtiger Schritt in seiner Laufbahn war der Meisterschaftstitel in der englischen U16-Meisterschaft. 1937, mit 24 Jahren spielte er sein erstes professionelles Snooker-Match. Sein Name ist übrigens kein Zufall, denn er war der 12 Jahre jüngere Bruder der Ikone Joe Davis. Der Hang zum Billard und das Talent, mit dem Queue liegt demnach in der Familie verwurzelt. Dabei scheint die Beziehung zwischen beiden Brüdern eher weniger durch Konkurrenz, sondern durch gegenseitiges Wohlwollen geprägt gewesen zu sein. Wie oben beschrieben dominiert Joe Davis die Snooker-Szene bis zum Jahre 1946, bevor er sich zurückzog. Es wirkt beinahe wie abgesprochen, dass so der Platz für seinen jüngeren Bruder Fred Davis freigemacht wurde. Im Jahre 1940 kam es sogar zu einem dramatischen Match, in dem beide gegeneinander antraten. Am Ende konnte Joe die Partie mit einem haarscharfen 37:36 für sich entscheiden.
Fred Davis gründete 1952 das Turnier Professional Matchmaking Championship. Diesen Wettbewerb konnte er zwischen den Jahren 1952 bis 1956 jedes Mal gewinnen. Schon bald darauf, im Jahr 1957, zog sich Fred Davis vom aktiven Snooker-Sport zurück.

John Pulman
John Pulman reiht sich in die Riege illustrer und erfolgreicher Snookerspieler ein. John Pulman wurde im 1923 im südenglischen Devon geboren. Den ersten Schritt in Richtung professioneller Snooker-Spiele nahm er bereits im Jahr 1946 in Angriff, in dem er gegen Albert Brown englischer Amateurmeister wurde. Ein Jahr später, 1947, nahm er an seiner ersten Weltmeisterschaft teil. In den Jahren 1955 und 1956 schaffte er es sogar, das Finale der Weltmeisterschaft zu erreichen, verlor beide Male gegen Fred Davis. Ein Jahr später, 1957, gelang ihm ein großer 39:34-Sieg über den nordirischen Jackie Rea. Nachdem die Weltmeisterschaft in den folgenden Jahren aussetzte fand sich John Pulman erst 1964 in einem Weltmeisterschaftsfinale wieder. Allerdings hatte ihn die Auszeit nicht einrosten lassen und er schaffte es, seinen Weltmeistertitel vier Jahre später zu verteidigen. Bis hier hin konnte John Pulman ganze fünf Weltmeistertitel erlangen.

1970 gelang ihm noch einmal ein großer Wurf und er schaffte es in das Finale der Weltmeisterschaft. Er verlor gegen den Waliser Ray Reardon 33:37. Bemerkenswert ist, dass er der dritte und bis zum heutigen Tag letzte Spieler war, dem es gelang seinen Ersttitel erfolgreich zu verteidigen. Dieses Kunststück gelang sonst nur den beiden Davis-Brüdern.

Stephen Hendry
Kein Snookerspieler steht so für die moderne Ära des Sports wie Stephen Hendry. Der schottische Profispieler wurde 1969 in South Queensferry geboren. Die Ära, in der Hendry im Profisport tätig war, wird gemeinhin als Crucible-Era bezeichnet: eine verfluchte Ära, seit 1977, in der es keinem Titelträger gelang, seinen Titel im Folgejahr zu verteidigen. Die ein oder andere Snooker Fluke spielt hierbei eine Rolle: unvorhergesehene und unwahrscheinliche Zufälle, wenn zum Beispiel ein Ball, der beinahe schon eingelocht ist, abprallt und wieder herausspringt.

Was Stephen Hendry angeht, gelang es ihm in dieser Ära eine beachtliche Anzahl an Titeln anzuhäufen. Mit gerade einmal 21 Jahren sicherte er sich einen Weltmeistertitel, was ihn zum jüngsten Weltmeister der Snookergeschichte machte. Insgesamt sammelte er im Laufe seiner Karriere 7 Weltmeistertitel und stellte mehrere Rekorder auf, die bis heute in Snooker aktuell darauf warten gebrochen zu werden. Zum Beispiel spielte er die meisten Century, Maximum Breaks und erreichte die insgesamt meisten Turniersiege.

Nachdem seine Erfolge in Laufe der 1990er-Jahre immer seltener wurden. Da ihm neue Spieler langsam sicher den Rang abliefen, verkündete Stephen Hendry im Jahre 2012 seinen Rücktritt und konnte dabei auf 23 Jahre Karriere innerhalb der Top 16 der Weltrangliste zurückblicken.

Ronnie O’Sullivan
Mit Ronnie O’Sullivan reiht sich der nächste Titelträger von den Britischen Inseln in die Auswahl der besten Snookerspieler ein. Geboren wurde er im Jahr 1975 in Wordsley. Dabei trägt Ronnie O’Sullivan aktuell den Weltmeistertitel und führt die Weltrangliste in Snooker 2022 weiterhin an. Insgesamt hält Ronnie O’Sullivan in Snooker gegenwärtig ganze sieben Weltmeistertitel. Dass ihm großes bevorstehen würde, zeichnete sich bereits in seinen jungen Lebensjahren ab. So qualifizierte er sich 1993 als historisch drittjüngster Spieler für die Weltmeisterschaft. Den ersten Weltmeistertitel ergriff er allerdings erst im Jahr 2001 und das, obwohl er sehr mit sich zu kämpfen hatte. Im Zuge seiner frühen Karriere stellten sich Suchtprobleme mit Alkohol und Cannabis ein, die immer wieder zu depressiven Phasen und Panikattacken führten.

Das Privatleben von Ronnie O’Sullivan ist bewegt. Acht Jahre lang war Ronnie O’Sullivan mit seiner Frau Jo Langley verheiratet, von der er sich 2008 trennte. Zwischen 2012 und 2022 war Ronnie O’Sullivan mit der Schauspielerin Laila Rouass liiert.

Trotz des Beziehungsaus gelang es Ronnie O’Sullivan sich 2022 seinen siebten Weltmeistertitel zu sichern, womit er den Weltmeistertitel-Rekord der modernen Ära von Stephen Hendry brechen konnte. Dabei ist der zudem mit aktuell 46 Jahren der älteste Weltmeister im Snooker-Sport.

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